idyllisch damals im Naturwasserschwimmbad…

Als ich noch ziemlich jung war, vielleicht so am Beginn meiner Pubertät, machte eine meiner besten Freundinnen eine geniale Entdeckung, über die wir noch heute lachen.
Es war in dem Sommer, in dem wir beinahe jeden Tag nach der Schule zum Naturwasserschwimmbad gingen um uns abwechselnd zu sonnen und zu schwimmen. Das heisst, man konnte es weniger schwimmen nennen, als mehr mit den Jungs im Wasser kämpfen. Wer konnte den anderen länger unter Wasser drücken, oder probieren mit zwanzig Mann auf dem zu kleinen Holzfloß zu stehen. Während dieses immer wieder nach derselben Seite kippte. Alles war absehbar. Wir Mädchen waren häufiger unter Wasser, doch wir lernten uns  durch zu beissen. Wir lernten das Floss zu verlassen, bevor es kippte. Der ganze Sommer ging so vorüber. Ein idyllischer Sommer. Im Schwimmbad, mit dem Eingang und der hellblauen Holzverkleidung. Das ganze Dorf kam dort zusammen. Alt und jung feierte Sommer.
Die Zeit war in zweigeteilt: Im Wasser und ausserhalb des Wassers.
Oft war die Übergangsphase, wenn man gerade aus dem Wasser kam etwas nervig, weil das Wasser so tief in den Ohren sass, dass es nicht mehr raus wollte. Besagte Freundin erfand jedoch eine geniale und einfache Methode, das Wasser loszuwerden: Sie hüpfte auf einem Bein während sie den Kopf schief nach unten hielt. Innerhalb Sekunden, floss das Wasser aus dem Ohr, und wir nannten es, den Fisch aus dem Ohr schütten.